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Hautleim Platten

4,00 CHF inkl. MwSt.

Der unübertroffene Standard für historische Furnierarbeiten: Traditionelle Hautleim-Platten für Kunsttischlerei und Denkmalpflege.

Bringen Sie historische Präzision in Ihre Werkstatt. Dieser rein organische Proteinkleber aus Tierhäuten ist das absolute Bindemittel der Wahl für das fachgerechte Aufbringen von Furnieren und Intarsien. Durch sein starkes Zusammenziehen beim Trocknen entwickelt er eine immense Oberflächenspannung, die sich perfekt für das traditionelle „Hammerfurnieren“ eignet. Das reine Naturprodukt bleibt lebenslang mit Wärme und Feuchtigkeit reversibel, dünstet keine Schadstoffe aus und blockiert die Holzporen nicht – überschüssiger Leim lässt sich einfach abwaschen, was ein vollkommen fleckenfreies Beizen, Ölen oder Polieren garantiert.

Beschreibung

Traditionelle Hautleim Platten (ca. 50g) – Der klassische Furnierleim für Kunsttischlerei und Denkmalpflege

Auslaufartikel – Nur noch solange Vorrat reicht!
Die Hautleim Platten gehören zu den geschichtsträchtigsten und bewährtesten Werkstoffen des traditionellen Holzhandwerks. Gewonnen aus entfetteten Tierhäuten, ist dieser rein organische Proteinkleber das absolute Bindemittel der Wahl, wenn es um das fachgerechte Aufbringen von Furnieren und Intarsien geht. Sein Hauptbestandteil ist natürliches Glutin, das dem Leim nach dem Trocknen eine extreme Festigkeit und enorme Zugkraft verleiht.
Da es sich hierbei um einen Auslaufartikel handelt, ist die Verfügbarkeit in unserem Schweizer Webshop stark limitiert. Sichern Sie sich dieses authentische Material für Ihre historischen Restaurierungsprojekte, bevor die Bestände endgültig aufgebraucht sind.

Die unschlagbaren Vorteile von Hautleim beim Furnieren:

    • Enorme Anpress- und Saugkraft: Beim Erkalten und Trocknen zieht sich der Hautleim stark zusammen. Diese physikalische Eigenschaft erzeugt eine immense Oberflächenspannung, die das Furnierholz regelrecht an den Untergrund ansaugt. Dadurch eignet er sich perfekt für das traditionelle „Hammerfurnieren“.
    • Vollkommene Reversibilität für Restauratoren: Wie alle echten Glutinleime bleibt auch dieser Hautleim ein Leben lang reversibel. Durch gezielte Zufuhr von Wärme und Feuchtigkeit lassen sich Furnierblasen oder alte Holzverbindungen auch nach Jahrhunderten völlig zerstörungsfrei wieder lösen und korrigieren.
    • Keine Fleckenbildung unter Lacken: Überschüssiger Hautleim lässt sich nach dem Trocknen mit warmem Wasser und einer Bürste absolut rückstandslos entfernen. Im Gegensatz zu modernen synthetischen Weissleimen blockiert er die Poren des Holzes nicht, sodass anschliessende Oberflächenbehandlungen mit Beizen, Ölen oder edler Schellackpolitur vollkommen fleckenfrei gelingen.
    • Nachhaltig und schadstofffrei: Als reines Naturprodukt dünstet der Leim keine chemischen Lösemittel oder Formaldehyde aus und schont so die Raumluft sowie Ihre Gesundheit in der Werkstatt.


Der traditionelle Verarbeitungsleitfaden (Rezeptur):

Die Zubereitung erfordert die Einhaltung der historischen Regeln, um die maximale Klebekraft der Proteine freizusetzen:
  1. Das Quellen (Über Nacht): Brechen Sie die Hautleim-Platten in kleinere Stücke und legen Sie diese für ca. 12 bis 24 Stunden in sauberem, kaltem Wasser ein. Die Platten saugen das Wasser vollständig auf und quellen zu einer gallertartigen Masse auf.
  2. Das Schmelzen (Im Leimtopf): Erwärmen Sie die gequollene Masse im Wasserbad (Leimtopf). Achtung: Die Temperatur darf niemals 50 °C bis maximal 55 °C überschreiten. Wird der Leim zu heiss oder kocht er, verbrennen die Glutine, wodurch der Klebstoff seine Bindekraft unwiderruflich verliert. [1]
  3. Die perfekte Konsistenz: Der flüssige, warme Leim ist einsatzbereit, wenn er fadenziehend und gleichmässig vom Pinsel läuft – die Konsistenz sollte in etwa der von flüssigem Sirup entsprechen.
  4. Der Werkstatt-Profi-Tipp: Da warmer Hautleim beim Abkühlen extrem schnell anzieht, ist die offene Zeit sehr kurz. Die besten Ergebnisse beim Furnieren erzielen Sie, wenn Sie das Trägerholz und das Furnier vor dem Leimauftrag mit einem Heissluftgebläse leicht vorwärmen. Für das punktgenaue Einbringen in feine Haarrisse oder unter gelöste Furnierblasen empfehlen wir die Kombination mit unseren grossen Leimspritzen aus dem Webshop.

Abholung & Experten-Beratung vor Ort in Mönchaltorf (Kanton Zürich)

Möchten Sie unsere traditionellen Hautleim Platten für historische Furnierarbeiten, die Kunsttischlerei und anspruchsvolle Projekte in der Denkmalpflege direkt in unserer Antikschreinerei abholen? Besuchen Sie die Bäumli Möbelschreinerei an der Usterstrasse 40 in 8617 Mönchaltorf. Erfahren Sie im persönlichen Gespräch, wie Sie diesen rein organischen Proteinkleber aus Tierhäuten mit seiner enormen Saug- und Anpresskraft optimal für Holzarbeiten im Raum Uster, Wetzikon und dem gesamten Zürcher Oberland nutzen. Da es sich hierbei um einen limitierten Auslaufartikel handelt, beraten wir Sie vor Ort gerne zum traditionellen Hammerfurnieren, zur temperaturkritischen Zubereitung im Wasserbad unter 55 °C sowie zur vollkommen fleckenfreien Oberflächenbehandlung nach dem Abwaschen von Leimresten.
Bitte beachten Sie unsere aktuellen Öffnungszeiten oder vereinbaren Sie kurz telefonisch einen Abholtermin.

Zusätzliche Information

Gewicht 50 g

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was unterscheidet Hautleim von modernen Weissleimen (PVAc)?
Antwort: Der grösste Unterschied liegt in der Reversibilität und der Oberflächenbehandlung. Hautleim ist ein reines Naturprodukt, das ein Leben lang mit Wärme und Feuchtigkeit absolut zerstörungsfrei wieder gelöst werden kann – moderne Weissleime sind nach dem Aushärten unlösbar. Zudem blockiert Hautleim im Gegensatz zu synthetischen Klebstoffen die Holzporen nicht. Ausgetretene Reste lassen sich einfach mit warmem Wasser abwaschen, sodass anschliessende Beizen, Öle oder Schellackpolituren vollkommen fleckenfrei einziehen.
 
Warum eignet sich Hautleim besonders gut für das Furnieren?
Antwort: Hautleim besitzt beim Erkalten und Trocknen die einzigartige physikalische Eigenschaft, sich extrem stark zusammenzuziehen. Diese immense Oberflächenspannung erzeugt eine enorme Saugkraft, die das Furnierholz an das Trägerholz presst. Genau dieses Verhalten macht ihn zum unersetzlichen Standardwerkzeug für das traditionelle „Hammerfurnieren“ und die Behebung von Furnierblasen bei antiken Möbeln.
 
Was passiert, wenn der Hautleim beim Erhitzen zu heiss wird?
Antwort: Die Temperatur im Leimtopf oder Wasserbad darf niemals 55 °C überschreiten. Sobald der Leim kocht oder zu heiss wird, verbrennt die organische Proteinstruktur des Glutins unwiderruflich. Der Leim verliert dadurch seine molekulare Bindekraft vollständig und wird unbrauchbar. Die Nutzung eines Thermometers beim Erwärmen wird daher dringend empfohlen.
 
Wie verlängere ich die kurze offene Zeit bei der Verarbeitung von heissem Hautleim?
Antwort: Da warmer Hautleim beim Abkühlen sehr schnell anzieht und geliert, ist die offene Zeit für die Korrektur von Bauteilen sehr kurz. Der beste Werkstatt-Profi-Tipp ist das Vorwärmen der Materialien: Wärmen Sie das Trägerholz sowie das Furnier vor dem Leimauftrag vorsichtig mit einem Heissluftgebläse oder einer Wärmeplatte an. Das verzögert das Erkalten des Leims und verschafft Ihnen wertvolle Minuten beim Ausrichten.
 
Ist der angerührte Hautleim haltbar und wie wird er gelagert?
Antwort: Als reines Naturprodukt ist der flüssige, wasserlösliche Hautleim im Topf anfällig für Bakterien und Schimmel. Bereiten Sie daher idealerweise nur so viel Leim zu, wie Sie an einem Tag verbrauchen. Reste können in einem verschlossenen Glas für wenige Tage im Kühlschrank aufbewahrt und im Wasserbad wieder verflüssigt werden. Die trockenen, unangerührten Platten hingegen sind bei trockener und kühler Lagerung unbegrenzt über Jahrzehnte hinweg haltbar.

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